Endbericht Guatemala 2022

 

Fischzucht und Gemüseanbau für 50 Maya Familien

Verbesserung der Ernährung und des Einkommens indigener Familien Guatemalas durch technische Unterstützung bei der Zucht von Fischen und Süßwasserschnecken und beim Anbau von Gemüse und Kräutern

 

In der Region von San Antonio Huista im Nordwesten Guatemalas werden in 3 Dörfern, San Sebastián, La Esmeralda und Trapiche Viejo  3 organisierte Gruppen, überwiegend Frauen, die insgesamt 50 Maya-Familien repräsentieren, unterstützt. Der Projektplan sah den Bau und Betrieb von insgesamt 5 Süßwasserbecken/Teichen für die Anzucht von Fischen (Tilapia) und Wasserschnecken vor. Bei der Begehung und Beurteilung von potentiellen Flächen für die Becken stellte sich heraus, dass es verlassene alte und nicht mehr dichte Becken gab, die im Verlauf des Projektes wiederaufgebaut wurden: In San Sebastián wurde ein neuer Teich gebaut und ein altes Becken wiederhergestellt, in La Esmeralda drei alte Becken renoviert und in Trapiche Viejo ein neues Becken realisiert. Die Fischteiche entstanden auf Flächen von Gruppenmitgliedern die über Wasserrechte verfügen bzw. ein Bach über das Grundstück führt. Die anderen Gruppenmitglieder erhielten Schulung und Saatgut für den Anbau von Gemüse und Kräutern. Es sind arme Familien, deren wirtschaftliches Einkommen und deren Ernährung infolge der Covid-19-Pandemie zusätzlich beeinträchtigt waren. Unter anderem dadurch dass die als Tagelöhner arbeitenden Männer wegen Corona ihre Häuser nicht hatten verlassen dürfen. Mit der Fischzucht und dem Gemüseanbau wird nicht nur die Ernährung der Familien verbessert sondern sie können sich auch durch den Verkauf der Produkte ein Einkommen schaffen.

Das Projekt wurde in der vorgesehenen Laufzeit in 2022 realisiert. Schulung und technische Unterstützung wurden durchgeführt und die Teiche/Becken gebaut bzw. wiederaufgebaut. Das Projekt ist eine Hilfe zur Selbsthilfe, im Anschluss wird selbstverantwortlich mit den aufgebauten Gegebenheiten weiter gearbeitet.

Die Teiche/Becken von 2 bzw. 3 X 5 Meter sind einfacher Bauweise, je nach Gegebenheiten wurden der Boden oder die Wände betoniert und mit schwarzer (höhere Wassertemperatur) PVC Folie ausgekleidet.

Projektpartner in San Antonio Huista ist die gemeinnützige Organisation ADSOSMHU, die seit 30 Jahren die nachhaltige Entwicklung und Subsistenzlandwirtschaft der lokalen indigenen Bevölkerung unterstützt und einen Schwerpunkt auf nachhaltigen Biolandbau legt.

Das Projektvolumen betrug 3.258 Euro. Die Projektkosten gliedern sich folgendermaßen auf:

Euro

Ausgaben

1.455

Material- und Konstruktionskosten (inkl. Eigenleistung) für 6 Becken

925

Fische und Schnecken Grundausstattung, Futtermittel

154

Saatgut

512

Personalkosten für Schulung (Fischzucht und Gemüseanbau)

212

Benzinkosten

3.258

Gesamtkosten

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